FAMILIENRECHT

Kinder und Ehewohnung


Wer bestimmt im Streitfall, mit welchem Elternteil die Kinder zukünftig zusammenleben und von wem sie betreut werden? Ist die Wohnung für den Ehegatten reserviert, der die Kinder betreut? Kann der Auszug eines Ehegatten gegen seinen Willen aus der Wohnung erzwungen werden? Kann ein Ehegatte gegen den Willen des anderen mit den Kindern ausziehen? Wie wird der Hausrat aufgeteilt? Wer übernimmt die Rechte und Pflichten aus dem Vertrag mit dem Vermieter?

 

Unterhalt für Ehegatten und Kinder


In welcher Höhe muß Unterhalt für die Kinder gezahlt werden? Gibt es einen festen Mindestbetrag, den der Zahlungspflichtige in jedem Fall zahlen muss? Wird das Kindergeld verrechnet, gegebenenfalls in welcher Höhe? Ist Unterhalt an den Ehegatten zu zahlen, der die Kinder betreut? Wann muß dieser wieder halb- oder ganztags arbeiten gehen, weil die Kinder eine ganztägige Betreuung nicht mehr bedürfen? Wie sind Einkünfte zu berücksichtigen, die erzielt werden, obwohl eine Arbeitspflicht nicht besteht?

 

Vermögensauseinandersetzung und Versorungsausgleich


Was versteht man unter Zugewinnausgleich? Wie ist ein während der Ehe erworbenes Vermögen zwischen den Ehegatten aufzuteilen? Was ist mit Geschenken, die ein Ehegatte dem anderen gemacht hat? Was wird aus den Geschenken der Eltern/Schwiegereltern an einen oder beide Ehegatten? Wie funktioniert der Versorgungsausgleich, also die Aufteilung der erworbenen Rentenanwartschaften? Werden auch Lebensversicherungen aufgeteilt? Wie wirkt sich der Versorgungsausgleich auf die Höhe der eigenen Rente aus? Wann tritt eine Minderung der Rentenzahlungen ein, wenn man von seiner Rente etwas abgeben muss?

 

Scheidungsverfahren


Wann kann eine Ehe einvernehmlich geschieden werden? Wann kann eine Ehe gegen den Willen des Ehepartners geschieden werden? Müssen beide Eheleute im Scheidungsverfahren durch Rechtsanwälte vertreten werden oder genügt ein Rechtsanwalt zur Verringerung der Kosten? Was kostet ein Scheidungsverfahren mit einem oder mit 2 Rechtsanwälten?

 

Beratungs- und Prozesskostenhilfe


Scheuen Sie sich nicht staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen (Beratungs- und Prozesskostenhilfe)! In der weit überwiegenden Anzahl aller familiengerichtlichen Verfahren ist wenigstens eine Person beteiligt, die Prozeßkostenhilfe in Anspruch nimmt. Wenn Ihr Einkommen unter den Tabellensätzen liegt, beantragen wir für Sie Prozeßkostenhilfe. Beratungshilfe für außergerichtliche Interessenwahrnehmung wird ebenfalls durch uns beantragt. Wir brauchen dafür allerdings die Unterlagen, aus denen sich Ihre Einkünfte und Ihre Verbindlichkeiten ergeben.

 

Vorgehen und Taktik


Die trennungswilligen Eheleute sollten sich frühzeitig fachlichen Rat einholen. Mit den dabei gewonnenen Informationen lassen sich vielleicht tragfähige Kompromisse schließen. In jedem Falle sollte eine einvernehmliche Regelung angestrebt werden, wenn aus der Ehe Kinder hervorgegangen sind. Die Eheleute sollten sich immer vor Augen halten, dass sie ihre Beziehung zwar beenden können. Sie bleiben aber für den Rest ihres Lebens Eltern der gemeinsamen Kinder.

 

Ein angemessener Umgang mit dem anderen Ehegatten kann während der Trennungsphase begonnen werden.


Der verantwortungsbewusste Scheidungsanwalt wird daher immer versuchen, auf eine gütliche Einigung hinzuwirken. Selbstverständlich hat er dabei seinem Mandanten die Maximal-Positionen aufzuzeigen, damit dieser in eigener Verantwortung den Grad des Nachgebens im Kompromiss beurteilen kann. Bei seriöser Verhandlungsführung können oft Vergleiche erarbeitet werden, wie sie letztlich von Gerichten nach langen und aufwändigen Prozessen angeregt werden. Es versteht sich von selbst, dass dies erheblich kostengünstiger und streßfreier ist. Erst wenn die andere Seite vernünftigen Argumenten nicht zugänglich ist oder unüberbrückbare Gegensätze auftreten, hat der Rechtssanwalt die Interessen seines Mandanten mit der gebotenen Schärfe und gerichtlicher Hilfe durchzusetzen.

 

Welche Unterlagen werden zuerst benötigt?


Wenn in einem Gespräch nicht nur die Grundzüge aufgezeigt, sondern insbesondere die Frage des Unterhalts geprüft werden soll, ist es erforderlich, dass Sie die Gehalts- bzw. Lohnabrechnungen der letzten 12 Monate mitbringen, möglichst den Einkommenssteuerbescheid des Vorjahres, sowie Belege über eventuelle Darlehen, den Mietvertrag, sowie weitere Einkommensnachweise wie z. B. Bescheide für Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe, Sozialhilfe, Wohngeld und was weiter an Belegen vorhanden sein mag.